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Langzeitexposition gegenüber Mikrowellenstrahlung verursacht Krebswachstum: Beweise von Radar- und Mobilkommunikationssystemen

Übersetzung der Kurzfassung:

In dieser Übersichtsarbeit diskutieren wir alarmierende epidemiologische und experimentelle Daten über mögliche krebserregende Wirkungen einer Langzeitbelastung durch Mikrowellenstrahlung geringer Intensität. Vor kurzem ergab eine Reihe von Studien, dass unter bestimmten Bedingungen die Mikrowellenbestrahlung mit geringer Intensität eine Tumorentwicklung im Menschen und in Tiermodellen erheblich induzieren kann. Die krebserzeugende Wirkung von Mikrowellenstrahlung macht sich in der Regel nach langdauernder Exposition (bis 10 Jahre und mehr) bemerkbar. Nichtsdestoweniger gibt es auch eine Studie, in der nach einer einjährigen Betriebsdauer einer mit hoher Leistung sendenden Mobilfunkbasisstation ein dramatischer Anstieg neuer Tumorerkrankungen der um die Basisstation lebenden Menschen festgestellt wurde. Außerdem wurde in Studien an Nagetieren eine deutliche Zunahme bei der Krebsentstehung nach 17-24-monatiger Mikrowellenexposition sowohl in Tumor-anfälligen als auch in normalen Tieren gefunden. Stoffwechselveränderungen, wie die Überproduktion von reaktiven Sauerstoffgruppen, 8-hydroxy-2-Desoxyguanosin-Bildung oder Ornithindecarboxylase-Aktivierung unter Einwirkung von niedrig-intensiver Mikrowellenstrahlung, bestätigen eine Belastungssituation für lebende Zellen. Wir haben auch die Standardkriterien für die Beurteilung der biologischen Auswirkungen der Bestrahlung hinterfragt. Es zeigt sich jetzt immer deutlicher, dass die Beurteilung der biologischen Wirkungen von nichtionisierender Strahlung auf physikalischer (thermischer) Basis in Empfehlungen der aktuellen Aufsichtsbehörden, einschließlich der Richtlinien der Internationalen Kommission vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP), dringend einer Neubewertung bedürfen. Wir kommen zu dem Schluss, dass die aktuellen Daten ausgesprochen die Notwendigkeit einer Neufestlegung der aktuellen Grenzwerte für nichtionisierende Strahlung unter Verwendung der jüngsten Studienergebnisse unterstreichen. Wir betonen auch, dass die tägliche Belastung sowohl durch berufliche als auch in der Öffenlichkeit vorhandene Mikrowellenbestrahlung geregelt werden sollte im Sinne eines Vorsorgeprinzips, welches eine maximale Reduktion der übermäßigen Belastung beinhaltet.

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