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Auswirkungn der Exposition gegenüber einem Mobiltelefon auf das Sexualverhalten des erwachsenen männlichen Hasen: eine Beobachtungsstudie

Die kumulativen Wirkungen der Exposition gegenüber der Radiofrequenzstrahlung eines herkömmlichen Mobiltelefons (MP) auf das männliche sexuelle Verhalten wurden bis jetzt noch nicht untersucht. Deshalb wurden diese Effekte an 18 männlichen Hasen untersucht, die zufällig einer Telefon- und einer Kontrollgruppe zugeordnet wurden. Sechs Weibchen wurden nacheinander in den Käfig der Männchen gegeben und das Paarungsverhalten untersucht. Bestimmt wurden auch die Gesamt-Konzentrationen von Testosteron, Dopamin und Cortisol im Serum. Die Tiere der Telefongruppe wurden über zwölf Wochen eienm 800MHz-Mobiltelefon in Stand-By-Position an acht Stunden täglich ausgesetzt. Am Ende der Studie wurden das Paarungsverhalten und die Hormonspiegel erneut untersucht. Besteigungen ohne Ejakulation stellten den Hauptanteil der Besteigungen in der Telefongruppe dar und ihre Dauer und Häufigkeit haben im Vergleich zu der Kontrollgruppe deutlich zugenommen. Der gegenteilige Effekt fand sich bei den Beteigungen mit Ejakulation. Die Häufigkeit von Samenergüssen nahm deutlich ab, die Weibchen wurden deutlich häufiger gebissen und umklammert. Die Latenzzeit bis zum besteigen der Weibchen nahm vom ersten bis zum vierten Kontakt in der Telefongruppe zu. Die Hormonuntersuchungen zeigten keine Unterschiede zwischen den Gruppen. Daraus ergibt sich, dass die gepulste Radiofrequenz-Strahlung, die von einem gewöhnlichen Mobiltelefon im Stand-By-Betrieb ausgestrahlt wird, das Sexualverhalten des Hasen beeinträchtigen könnte.

(International Journal of Impotence Research 22, 127-133; März/April 2010)

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