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Schutzwirkung von Melatonin und Kaffeesäure-Phenäthylester (CAPE) gegen oxidativen Streß der Netzhaut bei Langzeitnutzung von Mobiltelefonen: Eine vergleichende Studie

Es gibt zahlreiche Berichte über die Wirkungen elektromagnetischer Strahlung (EMF) auf verschiedene Zellsysteme. Für Melatonin und Kaffeesäure-Phenäthylester (CAPE), einem Bestandteil des Bienenkittharzes, wurde kürzlich nachgewiesen, dass sie sehr wichtige Radikalfänger und Antioxidantien sind. Mechanismen unerwünschter Wirkung von EMF weisen darauf hin, dass reaktive Sauerstoffgruppen eine Rolle bei den biologischen Effekten dieser Strahlung spielen können. Die vorliegende Studie wurde durchgeführt, um die Effizienz der Schutzeffekte von Melatonin und CAPE gegen oxidativen Streß der Netzhautzellen zu vergleichen, der durch eine Langzeit-EMF-Bestrahlung von Mobiltelefonen mit 900 MHz verursacht wird. Melatonin und CAPE wurden täglich über einen Zeitraum von 60 Tagen an Ratten verabreicht vor ihrer EMF-Exposition während unserer Studie. Stickstoffmonoxid-Spiegel (NO, ein Oxidationprdukt), und Malondialdehyd (MDA, ein Indikator für die Lipidperoxidation) wurden als Marker für den oxidativen Stress der Netzhaut der Ratten herangezogen, der der Bestrahlung folgte. Die Aktivitäten der Superoxiddismutase (SOD), der Katalase (CAT) und der Glutathion-Peroxidase (GSH-Px) wurden untersucht, um die Änderungen im antioxidativen Zustand des Netzhautgewebes festzustellen. Die Netzhautspiegel von NO und MDA stiegen in EMF-exponierten Ratten an, während sowohl Melatonin als auch CAPE eine bedeutsame Verminderung der Spiegel von NO und MDA verursachten. Zugleich sind retinale SOD-, GSH-Px- und CAT-Aktivitäten abgefallen in bestrahlten Tieren, während Melatonin und CAPE einen bedeutenden Aktivitätsanstieg dieser antioxidativen Enzyme bewirkten. Die Behandlung von bestrahlten Ratten mit Melatonin und CAPE steigerten die SOD-, GSH-Px- und CAT-Aktivitäten auf ein höheres Niveau als das von Kontrolltieren. Abschließend kann festgestellt werden, dass Melatonin und CAPE den oxidativen Stress nach Langzeitbestrahlung mit einem 900 MHz emittierenden Mobiltelefon vermindern. Nichtsdestotrotz gibt es keinen statistisch signifikanten Unterschied zwischen den Wirksamkeiten dieser zwei Antioxidantien gegenüber EMF-induziertem oxidativem Stress der Netzhaut der Ratte. Der Unterschied bestand nur in der GSH-Px-Aktivität der Netzhaut der Ratte. Melatonin stimulierte die retinale GSH-Px-Aktivität stärker als CAPE.

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