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Interphone-Studie Deutschland
Auf einer Pressekonferenz in Stockholm wurde am 13.10.2004 die zweite Veröffentlichung der Interphone-Studie vorgestellt. Es handelt sich um eine Studie der WHO, die den Zusammenhang zwischen Telefonieren mit einem Handy und Tumoren des Hörnerven untersucht. Nach einer Handy-Nutzung von über zehn Jahren Dauer ließ sich eine Verdopplung des Risikos nachweisen, an einem solchen Tumor zu erkranken. Ein Kurzfassung der in der Zeitschrift "Epidemiology" veröffentlichten Arbeit findet sich unter diesem Link, eine deutsche Zusammenfassung bietet die Interphone-Homepage des Instituts für Medizinische Biometrie der Universität Mainz .
Der in Deutschland durchgeführte Teil der Studie wurde Anfang 2006 abgeschlossen und ergab für Personen, die seit zehn Jahren und mehr ein Mobiltelefon nutzen, ein möglicherweise leicht erhöhtes Risiko für das Auftreten von Gliomen. Aufgrund der geringen Fallzahlen lässt sich allerdings erst im Kontext mit der internationalen Auswertung eine abschließende Bewertung treffen. Wie auch in den skandinavischen Teilstudien fanden sich bei einer Handy-Nutzung von unter zehn Jahren Dauer keine statistisch auffälligen Häufungen von Gehirntumoren bei Handynutzern.

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