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Subjektive Symptome, Schlafprobleme und kognitive Leistungen bei Personen, die in der Nähe von Mobilfunk-Basisstationen leben

Hintergrund: Die Errichtung von Moiblfunkbasisstationen in Wohngebieten hat Bedenken hervorgerufen über mögliche gesundheitliche Auswirkungen durch die ausgestrahlten Mikrowellen. Methoden: In einer Querschnittsstudie wurden 365 zufällig ausgewählten Einwohnern städtischer und ländlicher Gebiete untersucht, die zwischen ein und zehn Jahre in der Nähe von zehn ausgewählten Basisstationen leben. Unterschiedliche Wahrnehmungstests wurden durchgeführt sowie das Wohlbefinden und die Schlafqualität erfasst. Die Feldstärken der Hochfrequenzfelder (HF-EMF) wurden in den Schlafzimmern von 336 Haushalten gemessen. Ergebnisse: Die gesamte HF-EMF und die der Mobilkommunikation zuzurechnende Exposition lag weit unter den empfohlenen Werten (max. 4,1 mW/m²). Der Abstand der Antennen betrug in ländlichen Gegenden 24 bis 600m, in Städten 20 bis 250m.Die mittlere Leistungsflußdichte lag in den ländlichen Gebieten leicht höher (0,05 mW/m²) als in den Städten (0,02 mW/m²).Trotz des Einflusses von Störgrößen, welche die Angst vor unerwünschten Wirkungen durch die HF-EMF-Exposition von der Basisstation einschlossen, fand sich eine bedeutsame Beziehung einiger Symptome zur gemessenen Leistungsflußdichte; am deutlichsten war dies bei Kopfschmerzen. Die Wahrnehmungsgeschwindigkeit stieg, während die Genauigkeit nicht signifikant abfiel mit steigenden Strahlenbelastungen. Es fand sich kein eindeutiger Effekt auf die Schlafqualität. Schlussfolgerung: Trotz sehr niedriger Belastung durch HF-EMF können durch die unlängst erhobenen Untersuchungsergebnisse Auswirkungen auf das Wohlbefinden und das Leistungsvermögen nicht ausgeschlossen werden; allerdings ist der Wirkmechanismus bei diesen geringen Feldstärken unbekannt.

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