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Mobil- oder Schnurlostelefonnutzung und das Risiko für Non-Hodgkin-Lymphome

Zielvorgaben: Beurteilung der Nutzung von Mobil- und Schnurlostelefonen als Risikofaktor für Non-Hodgkin-Lymphome (NHL). Methoden: In Schweden lebende Männer und Frauen zwischen 18 und 74 Jahren wurden in die Studie aufgenommen in der Zeit vom 1. Dezember 1999 bis zum 30. April 2002. Kontrollpersonen wurden aus dem nationalen Bevölkerungsregister ausgewählt. Mittels Fragebogen wurde die Exposition gegenüber unterschiedlichen Agentien erhoben. Ergebnisse: Insgesamt nahmen 910 Fälle (91%) und 1016 Kontrollen (92%) teil. NHL des B-Zell-Typs waren nicht verknüpft mit der Nutzung von Mobil- oder Schnurlostelefonen. Bezüglich T-Zell-NHL und einer mehr als 5-jährigen Latenzperiode ergab die Nutzung von analogen Mobiltelefonen eine relatives Risiko (OR) von 1,46, 95% Konfidenzintervall (CI) = 0,58 - 3,70, die von digitalen Mobiltelefonen eine OR =1,92, 95% CI =0,77 - 4,80, und von Schnurlostelefonen eine OR =2,47. CI = 1,09 - 5,60. Die korrespondierenden Ergebnisse für bestimmte Lymphome, z.B. der Haut, oder Leukämie durch T-Zell-Lymphome ergaben für analoge Telefone eine OR = 3,41, 95% CI = 0,78 - 15,0, für digitale eine OR = 6,12, 95% CI = 1,26 - 29,7 und für Schnurlostelefone eine OR = 5,48, 95% CI = 1,26 - 23,9. Schlußfolgerungen: Die Ergebnisse weisen auf eine Verknüpfung von T-Zell-NHL und der Nutzung von Mobil- und Schnurlostelefonen hin, jedoch begründet sich dies nur auf geringe Fallzahlen und muss deshalb mit Vorsicht interpretiert werden. Bei B-Zell-Lymphomen fanden sich keine Beziehungen.

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