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Gepoolte Analyse von zwei Fallkontrollstudien über den Gebrauch von Mobil- und Schnurlostelefonen und das Risiko in den Jahren 1997 - 2003 diagnostizierter bösartiger Hirntumore

Prof. Mild arbeitet am Nationalen Institut für Arbeitsmedizin in Umea (Schweden). Die Ergebnisse ergeben eine beeindruckende Erhöhung des Tumorrisikos, ganz unabhängig davon, ob es sich um analoge oder digitale Technik handelt, auch weitgehend unabhängig, ob es sich um eigentliche Mobiltelefone ("Handys") oder um die innerhalb der Wohnungen häufig genutzten Schnurlostelefone handelt.

Übersetzung der Kurzfassung der Studie:

Hier wird eine gepoolte Analyse zweier Fallkontrollstudien über die Nutzung von Mobiltelefonen hinsichtlich der Verbindung zu Gehirntumoren vorgestellt. Die Nutzung analoger Mobiltelefone erhöhte das Risiko für einen Hörnerventumor um 5% pro 100 Stunden Nutzungsdauer, 95% Konfidenzintervall (CI) = 2-9%. Für Astrozytome des GRades III-IV stieg das Risiko mit der Dauer der Latenzperiode, die höchsten Werte ergaben sich für eine Zeitspanne von mehr als 10 Jahren seit der ersten Nutzung eines solchen Telefons. Das Risiko stieg pro Nutzungsjahr um 10% für analoge Telefone, 95% CI 6-14%, für digitale Mobiltelephone um 11%, 95% CI 6-16%, und für Schnurlostelefone um 8%, 95% CI 5-12%. Für alle untersuchten Telefontypen stieg das relative Risiko für Gehirntumore, hauptsächlich Hörnerventumore und bösartige Hirntumore, mit der Dauer der Nutzung an, besonders für Astrozytome des Grades III und IV.

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