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Fallkontrollstudie zur Beziehung zwischen der Nutzung von Mobil- und Schnurlostelefonen und zwischen 2000 und 2003 diagnostizierten bösartigen Hirntumoren

In dieser schwedischen Untersuchung wurde nach einem Zusammenhang zwischen Mobil- und Schnurlostelefonnutzung und dem Risiko für bösartige Hirntumore gesucht. Es fanden sich sowohl für analoge und digitale Mobiltelefone als auch für Schnurlostelefone deutlich erhöhte Tumorrisiken. Bei Langzeitnutzern (> 10 Jahre) ergab sich ein etwa drei- bis vierfaches Risiko im Vergleich zu den Kontrollgruppen.

Übersetzung der Kurzfassung der Studie:

Wir führten eine Fallkontrollstudie über die Nutzung von Mobil- und Schnurlostelefonen hinsichtlich des Risikos für Gehirntumore durch.Wir berichten über die Ergebnisse von 317 bösartigen Hirntumorfällen (88%) sowie von 692 Kontrollfällen (84%). Es ergab sich für analoge Telefone ein relatives Risiko (OR) von 2,6, 95% Konfidenzintervall (CI) = 1,5 - 4,3, und ein Anstieg bei einer mehr als zehnjährigen Latenzperiode auf eine OR = 3,5, 95% CI = 2,0 - 6,4. Bezüglich digitaler Mobiltelefone erhöht sich das Risiko auf 1,9, 95% CI = 1,3-2,7 bzw. auf OR = 3,6, 95% CI 1,7 - 7,5. Bei Schnurlostelfonen ergab sich eine OR von 2,1, 95% CI 1,4 - 3,0, bei einer mehr als zehnjährigen Latenzperiode lag die OR bei 2,9, 95% CI = 1,6 - 5,2. Das relative Risiko nahm mit der aufsummierten Nutzungsdauer zu und war am höchsten für für sehr bösartige Astrozytome. Ein etwas erhöhtes Risiko wurde auch für Astrozytome geringen Bösartigkeitsgrades gefunden und für andere Arten bösartiger Hirntumore, jedoch nicht derart signifikant. In der multivariaten Analyse zeigten alle drei untersuchten Telefontypen einen erhöhtes Risiko.

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