antenne

Lokalisierte Effekte von Mikrowellenstrahlung an der intakten Augenlinse unter Kulturbedingungen

Eine neue Untersuchungsmethode wurde benutzt, um die lokalen Auswirkungen von über zwei Wochen applizierter Mikrowellenstrahlung auf Kulturen von Augenlinsen von Rindernzu untersuchen. Mit dieser Anordnung fanden wir klare Belege, dass diese Strahlung bedeutende Auswirkungen auf die Augenlinse hat. Auf makroskopischer Ebene ließ sich eine Beeinträchtigung der optischen Funktion der Linse durch eine Strahlenexposition von wenigen Milliwatt mit einer Frequenz von 1 GHz über eine Dauer von 36 Std. zeigen. Sehr wichtig ist, dass nach Unterbrechung der Bestrahlung Reparaturvorgänge zu erkennen sind. Auf mikroskopischer Ebene weist die genaue Untersuchung der Linse auf einen Interaktionsmechanismus hin, der sich völlig von dem einer Schädigung durch eine Temperaturerhöhung unterscheidet. Im Gegesatz zum letzteren findet man einen besonders in der Nähe der Nähte betonten Effekt, und von dem angenommen wird, dass er durch Reibung der Enden der die Linse bildenden Fasern entstanden ist. Sogar wenn makroskopisch die Linse sich von der Bestrahlung erholt, bleiben die mikroskopischen Zeichen der Bestrahlung bestehen.

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