antenne

Der Einfluss elektromagnetischer Wellen auf die Spermienmotilität

Einleitung: Ziel der Studie ist es, den Einfluß von GSM-Mobiltelefonen und der von ihnen verursachten elektromagnetischen Wellen (EMW) auf die Spermienmotilität zu untersuchen. Methoden: 13 Männer (26–39 a) mit einem normalen Spermiogramm (nach WHO-Kriterien) wurden in die Studie eingebracht. Ein erstes Spermiogramm wurde analysiert. Vor diesem durften die Männer 5 Tage lang kein Handy tragen und/oder benützen. Nach 4 Wochen wurde ein zweites Spermiogramm analysiert. Vor diesem wurden die Männer angewiesen, 5 Tage lang für 6 Stunden/d ein GSM-Handy am Hosengürtel zu tragen und möglichst viel zu telefonieren. Anschließend wurden die Spermiogramme statistisch ausgewertet. Ergebnisse: Bei den Männern fand sich im zweiten Spermiogramm (nach intensivem Handygebrauch) eine signifikante Reduktion der schnellbeweglichen Spermatozoen von durchschnittlich 32,3 % (SD ± 6,13) auf 26,1 % (SD ± 6,5) (p = 0,0004), gleichzeitig stiegen die langsambeweglichen Spermatozoen von durchschnittlich 24,8 % (SD ± 3,62) auf 29,7 % (SD ± 6,11) (p = 0,01). Alle anderen Spermiogrammparameter wie Spermatozoendichte, Morphologie und Samenvolumen unterschieden sich nicht signifikant voneinander. Schlußfolgerung: GSM-Mobiltelefone haben bei intensiven Gebrauch Einfluß auf die Spermienmotilität. Bei der Beratung subfertiler Männer im Rahmen der Kinderwunschambulanz sollte dies berücksichtigt werden.

zurück zur Übersicht