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Ausmaß der Bildung reaktiver Sauerstoffverbindungen und DNA-Zerstückelung in Astrozytenkulturen nach akuter Exposition in einem schwachen elektromagnetischen Feld

Die Arbeitsgruppe um den Leiter des Intituts für Biochemie, Molekularbiologie und medizinische Chemie an der medizinischen Fakultät der Universtät Catania, Herrn Prof. Angelo Vanella, hat Zellkulturen von Bindegewebszellen des Gehirns einer GSM-ähnlichen Strahlung mit 900 MHz über eine Zeitdauer von 5 bis zu 20 Minuten ausgesetzt (10 V/m = 265 mW/m²). In einem Untersuchungsarm wurde die Strahlung dann noch mit einem 50Hz-Signal überlagert (moduliert), wie das oft auch in der Telekommunikation geschieht.
Es fanden sich bei einer Bestrahlungsdauer von 20 Min. In der amplitudenmodulierten Gruppe dann deutlich erhöhte Spiegel von gewebsschädlichen reaktiven Sauerstoffverbindungen sowie eine Zerstückelung des genetischen Materials der Zellen (DNA-Fragmentation). In den kürzer bestrahlten Gruppen sowie in der Gruppe ohne Amplitudenmodulation waren keine solchen Auffälligkeiten zu finden. Durch den Versuchaufbau wurde auch ausgeschlossen, dass thermische Effekte (Erwärmung) die Ursache für die Veränderungen sein könnten. Der Effekt könnte über die Reizung bestimmter Zellstrukturen (Glutamat-Rezeptoren) vermittelt werden, von welchen schon bekannt ist, dass sie eine entscheidende Rolle bei chronischen Hirnschädigungen spielen. Die Untersuchung ist ferner ein Beweis für die Bedeutung der Amplitudenmodulation der Strahlung, denn nur bei der modulierten Bestrahlung wurden solche Effekte gefunden.

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