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Aktuelles Thema September 2011:


Neuauflage der "Naila-Studie" in Belo Horizonte, Brasilien

Tumorhäufung im Umkreis von Mobilfunksendeanlagen nachgewiesen - Studie unterstützt das Coburger Konzept eines vorbeugenden Gesundheitsschutzes beim Mobilfunk

Belo Horizonte (Brasilien) - Die Universität Belo Horizonte hat gemeinsam mit dem dortigen öffentlichen Gesundheitsdienst eine Neuauflage der Naila-Studie durchgeführt. Untersucht wurde ein Einzugsbereich von über 2 Millionen Einwohnern hinsichtlich des Auftretens neuer Tumorerkrankungen. Die Daten wurden abgeglichen mit den in der nationalen Telekommunikationsbehörde hinterlegten Daten zu Sendestandorten und zugleich wurde die Strahlenbelastung gemessen.

Es zeigte sich ein ähnliches Ergebnis wie in der Naila-Studie mit einer etwa doppelt so hohen Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer Tumorerkrankung in den am stärksten belasteten Gebieten im Vergleich zu den Stadtteilen mit der geringsten Belastung. Die gemessenen Leistungsflußdichten lagen zwischen 400.000 µW/m² in Süden und 400 µW/m² im Norden.

Verglichen mit der Situation in Belo Horizonte bewegen wir uns in Coburg mit der Strahlenbelastung durchaus im unteren Belastungsbereich, im Rahmen des Mobilfunkgutachtens der Fa. Enorm für das Stadtgebiet in Coburg lagen die höchsten gemessenen Belastungen bei etwa 3.000 µW/m², die niedrigsten bei knapp über 100 µW/m². Das darf aber nicht täuschen und zur Auffassung verleiten, dass doch alles bestens sei. Nur wenn die Stadtverwaltung und der Stadtrat weiter auf eine niedrige Strahlenbelastung in den Wohngebieten achtet, kann diese Situation beibehalten werden. So hat die Bürgerinitiative in Bayreuth z.B. Belastungen von über 100.000µW/m² in hochbelasteten Gebieten Bayreuths gemessen, was sich also durchaus an die Größenordnungen der Belastung von Belo Horizonte annähert. Bayreuth hat - im Gegensatz zu Coburg - seitens der Kommune nichts gegen einen ungebremsten Mobilfunkausbau unternommen und nimmt am Mobilfunkpakt II teil. Dieser Mobilfunkpakt II wird von der Coburger Bürgerinitiative abgelenht als ein Instrument, welches die Bevölkerung allenfalls beschwichtigen kann und ein Mitspracherecht beim Mobilfunkausbau vorgaukelt. Die Kommunen können im Rahmen des Mobilfunkpaktes II gerade einmal Altenativstandorte vorschlagen, das letzte Entscheidungsrecht in diesem System hat aber immer der Mobilfunkbetreiber. Deshalb tut Coburg gut daran, die Mobilfunkplanung in die eigenen Hände zu nehmen und einen eigenen Weg zu gehen, nämlich die "Integrierte Coburger Mobilfunkplanung" nach Kriterein des vorbeugenden Gesundheitsschutzes.

Die Belo-Horizonte-Studie finden Sie als Kurzfassung oder eine Zusammenfassung in Deutscher Sprache bei Diagnose Funk

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